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Das Fest beginnt...!

Predigt zu Johannes 7,37-39 am Sonntag Exaudi in der Johanneskirche, der evangelischen Stadtkirche in Troisdorf

Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.
Liebe Gemeinde,
unser Leben sein ein Fest.
Das jedenfalls ist Gottes Wille.
Das Leben ein Fest. Und der Geist der Freudenmeister.
Das ist Gottes Zusage an diesem Sonntag.

Und den Lebensdurstigen gilt sie zu allererst: Kommt her zu mir und trinkt, die ihr ausgetrocknet seid nach Leben wie ein alter Schwamm nach Wasser, kommt her und trinkt!

Am letzten Tag des Festes ertönt dieser Ruf, so wird erzählt. Am letzten Tag des Festes, wo der Jammer sich breitmacht, weil das Fest sich seinem Ende zu neigt. Das Fest ist aus.

Ich …

Wehe den Hirten, die sich selber weiden!

oder: Eine politische Rede
Predigt zu Hesekiel 34 am Sonntag Misericordias Domini in der Johanneskirche,
der evangelischen Stadtkirche in Troisdorf.
In diesen politisch so aufgeladenen Zeiten: Wahl in Frankreich, in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen, im Bund…
AfD und ihre Gegner; Kirchen, die sich klar positionieren: „Die AfD vertritt Positionen, die mit christlichen Werten nicht zu vereinbaren sind…“
Dagegen Eintritte in die etablierten Parteien wie seit Jahren nicht mehr…
Pulse of Europe und Brexit…
100 Tage Donald Trump und 300 Protestmärsche in den USA am selben Tag…
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den Straßen…
In diesen politisch so aufgeladenen Zeiten wird uns heute als Predigttext eine politische Rede aufgegeben. Sie steht in der Bibel, jenem Buch, in dem es um Gott, die Welt, den Menschen und den Glauben geht – und auch um Sex und Kriminalität und Ackerbau und… Politik.
So lesen wir in der Bibel eine – wie ich finde – brillante und im Übrigen im Grunde sehr moderne…

Vater, vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht, was Sie tun...

Infantile Gesellschaft und reifer Glaube...
Predigt zu Lukas 23,32-49 an Karfreitag 2017 in der Johanneskirche

Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden.Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stand da und sah zu.Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes.
Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber!Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!Da antwortete der andere,…

Freiheit braucht Grenzen

Predigt zum Sonntag Invokavit am 5.3.2917 in der Johanneskirche
Die Geschichte vom Sündenfall also, liebe Gemeinde, gilt es heute zu erzählen und zu predigen, jene Geschichte, wie man uns erzählte, in der „das Weib“, die „alte Schlange“, den Mann verführte, - vielleicht durften Frauen deshalb bis ins letzte Jahrhundert hinein bei uns nicht Pfarrerin und in der katholischen Kirche bis heute nicht Priesterinnen werden –  Strafe für das „Weib“, das ihren Mann verführt - mit einem Apfel, lüstern anzusehen, weshalb alle Lüsternheit und Lust von Übel ist und uns im Halse steckenbleibt, wenn wir denn davon reden müssten, dass wir sie empfinden, die Lust: Und dann hüpft der Adamsapfel im Hals und du druckst herum und versuchst hinunterzuschlucken, was doch heraus gehörte und gesagt zu dem geliebten Weibe.
Nein, über die Lust, darüber spricht man nicht, es sei denn öffentlich vor laufenden Kameras, oder über die Lust der anderen.
Doch im Allgemeinen und in der Kirche im Besonderen ist die Lust tab…

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf

Die Predigt zum Nachhören


Den Seinen gibts der HERR im Schlaf

Predigt zu Markus 4,26-29 im Dietrich Bonhoefferhaus Troisdorf

„Chen jiten lidido schena“ – Man muss es schon auf Hebräisch hören, das Wort vom Schlaf aus dem 127. Psalm, um darin quasi das In-den-Schlaf-Wiegen zu spüren: Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.
Weshalb er selbst wohl schläft, demonstrativ, im Boot, als seine Jünger in Todesgefahr auf dem Meer sich mühen, am Leben zu bleiben. „Chen jiten lidido schena“ – Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.
„Habt ihr noch keinen Glauben?“ fragt er.
Heißt: Wer glaubt, kann auch schlafen. 
Und es darin dem Herrn gleich tun, der ruhte am siebten Tag von aller Mühe und Plage. Sabbatlich leben, heißt glauben.
Denn den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.
Und damit sie es verstehen und sich zu Herzen nehmen, die Seinen, darum erzählt er ihnen die folgende Geschichte - Markus 4,26-29:
Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen auf das Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht, …